Der Hobbit- Eine unerwartete Reise

 

 Von einem der Auszog viel Geld zu verdienen

Ich habe sie vermisst. Frodo, Sam, Aragorn, Legolas, Gimli, Gandalf, Gollum und alles was da so kreucht und fleucht in Mittelerde. Als vor 10 Jahren der König gekrönt wurde und der letzte Vorhang fiel fragte ich mich was ich in Zukunft gucken sollte!? Es wird nichts vergleichbares mehr geben.

Aber da gab es ja noch den kleinen Hobbit. Ein Kinderbuch von J.R.R.Tolkien. Die Vorfreude war groß. Und ich denke Peter Jackson hatte nach dem Riesenerfolg von „Herr der Ringe“ wieder das Dollarzeichen im Auge. Er blies dass 300 Seiten Heftchen auf 3×3 Stunden auf.

Und das ist nun dabei raus gekommen.

Der Hobbit Bilbo Beutlin erhält Besuch vom Zauberer Gandalf und dreizehn Zwergen. Diese machen sich in seiner Erdhöhle breit und futtern Bilbos Speisekammer leer. Da wird erstmal ordentlich geschlemmt bevor Bilbo erfährt das er mitkommen soll auf eine Reise von der er vielleicht nicht mehr zurückkehrt.

Es gilt den Drachen Smaug zu bezwingen. Gemeinsam mit den Zwergen unter Anführer Thorin Eichenschild macht sich die Gruppe auf den beschwerlichen Weg.

Der Hobbit ist nach dem gleichen Strickmuster gefertigt wie „Herr der Ringe“. Du erlebst keine Überraschungen und bekommst das was du erwartest. Ein kleiner unfreiwilliger Held, eine Truppe Sympathiträger, ein Haufen Orks, einen gefürchteten Bösewicht und natürlich Gollum, der noch nie so angsteinflößend war.

Ich habe den kleinen Hobbit noch nicht gelesen. Werde das Gefühl aber nicht los das Jackson hier gehörig aufgeblasen hat. Einige Kapitel kamen mir fehl am Platz und eingefügt vor. Quatschende Trolle beim grillen, blöde Steinriesen, und ein Zauberer auf einem Schlitten, gezogen von Karnickeln. Ob das alles so im Buch steht? Ich werde es prüfen.

Um bekannte Personen zu präsentieren, haben die Drehbuchautoren sogar ein paar Szenen eingebaut, die sich bei Tolkien nirgends finden. Zum Beispiel diese hier: Gandalf (Ian McKellen) bespricht sich mit dem Zauberer Saruman (Christopher Lee; Mitte) und dem Elbenanführer Elrond (Hugo Weaving; rechts).

Aber als der Zauberer Gandalf ihn im idyllischen Auenland besucht, gerät Bilbos beschauliche Welt durcheinander.

Und außerdem war der Schinken eindeutig zu lang. Nicht das ich mich zu Tode gelangweilt habe, aber die ersten zwei Stunden brauchst du schon ordentlich Sitzfleisch. Aber das sind wir ja gewohnt. Im letzte Drittel wirst du dann auch ordentlich entlohnt. Insgeheim bin ich auch froh dass ich die nächsten zwei Jahre beschäftigt bin.

Denn ich habe immer noch nicht genug. Diese atemberaubenden  Kulissen, gigantische Schlachten, die Helden im Kampf gegen die Orks. Schwindelerregende Kamerafahrten, bombastischer Soundtrack. Knalliges 3D.

Als erster Film überhaupt mit 48 statt der üblichen 24 Bilder pro Sekunde gedreht. Es soll den Hobbit eine nie da gewesene Schärfe verleihen. Ob das nun unbedingt nötig war sehe ich nicht.

Insgesamt bleibt der Hobbit aber hinter den „Gefährten“ zurück. Es fehlt die erzählerische Dichte. Für drei Stunden geschieht eindeutig zu wenig.

Trotzdem! Bitte mehr davon!

Nächstes Jahr geht es weiter.

(Fotos: New Line Cinema) 

Lady in the Water- Das Mädchen aus dem Wasser

 

 Eine Gutenachtgeschichte

M. Night Shyamalan, das „One Hit Wonder“, brachte 1999 den Überraschungshit „The Sixth  Sense“ in die Kinos. Damit legte er die Messlatte für seine zukünftigen Werke verdammt hoch. Und obwohl seine folgenden Filme wie „Unbreakable- Unzerbrechlich“, „Signs- Zeichen“ und „The Village- Das Dorf“ ihre Produktionskosten mehr oder weniger wieder einspielten, blieben sie doch recht unbeachtet. So auch „Lady in the Water- Das Mädchen aus dem Wasser“.

Zu Unrecht wie ich finde.

Cleveland Heep ist Hausmeister in einer Wohnanlage. Zurückhaltend und stotternd erledigt er anfallende Arbeiten wie Wasserhähne reparieren, Glühbirnen wechseln und riesige Käfer töten. (nicht im Bild)

Trostlos und einsam sitzt er Abends allein in seinem kleinen Häuschen im Garten des Wohnblocks.

Eines Nachts stellt er fest dass im hauseigenen Pool etwas vor sich geht. Irgendjemand scheint nach 19.00 Uhr darin zu baden. Wo er doch mehrfach erwähnt hat dass es verboten sei. Auch verschwinden kleine Gegenstände die von den Bewohnern versehendlich am Pool vergessen wurden.

Als Cleveland der Sache auf den Grund gehen will schlägt er sich den Kopf an und fällt ins Wasser. Gerettet wird er von der Nymphe Story. Einem blassen nackten Mädchen. Story bewohnt eine Höhle unter dem Pool und wird von grausamen Kreaturen gejagt. Cleveland soll ihr helfen wieder in ihre „Blaue Welt“ zurück zu kehren.

Ein ruhiger kleiner Film mit erstklassigen Schauspielern. Paul Giamatti als Mr.Heep und die Tochter vom Starregisseur Ron Howard, Bryce Dallas Howard, als „Meerjungfrau“ Story. „Lady in the Water- Das Mädchen aus dem Wasser ist kein Effektkino. Die Effekte die es gibt sind wohl dosiert eingesetzt. Weite strecken werden nur die skurrilen Bewohner und ihre Eigenarten vorgestellt.

Blue Bryce Dallas Howard Lady In The Water Faces Desktop Wallpaper

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Um Story zu retten bedarf es einer Gilde, einem Wächter, einem Heiler, und einem Symboldeuter. Es gilt herauszufinden welcher Bewohner welche Aufgabe zu erfüllen hat.  Denn nahezu jeder Mitbewohner ist Teil der Geschichte.

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Wenn du dich auf „Lady in the Water- Das Mädchen aus dem Wasser“ einlässt bekommst du ein schönes, spannendes und humorvolles Märchen für Erwachsene.

Es ist sicher kein Film für Jedermann aber ich mag den Erzählstil von M.Night Shyamalan. In ruhigen fast sterilen Bildern schlägt er leise Töne an. Und der ebenso schöne Soundtrack tut sein Übriges.

Die Spannung wird Aufrecht erhalten bis zum Schluß. Denn wer wirklich welche Aufgabe hat erfährst du erst im eindringlichen und magischen Finale.

Und wer hätte gedacht das man einmal wie gebannt auf den Fernseher starrt, nur um Gras zu sehen?

Lady in the Water (2006)

Regie: M. Night Shyamalan

2012- blu-ray

 

 Hurra!  Wir leben noch!

Aus aktuellem Anlass. Unser Spielbergle aus Sindelfingen, Roland Emmerich, schwebte immer ein Film über den Einschlag eines Asteroiden und der daraus folgende Katastrophe vor. Doch nach „Deep Impact“ (1998) und “Armageddon” (1998) war das wohl doch nicht so eine gute Idee. Und obwohl er 1996 mit „Independence Day“ schon Maßstäbe im Katastrophenfilm setze, ließ er 2004 den Klimawandelschinken „The Day After Tomorrow“ folgen. Aber es reichte ihm immer noch nicht. Irgendwie müsste er doch die Erde in Klump und Asche legen können. Und das hat er mit 2012 getan. Typisch Emmerich.

2009 entdecken Wissenschaftler einen starken Temperaturanstieg der Erdkruste. Demnach wird die Erdkruste instabil. Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis werden die Folge sein.

Der erfolglose Schriftsteller Jackson Curtis lebt in Trennung von Frau und Kindern und arbeitet als Chauffeur für den russischen Milliardär Yuri Karpow. Eher durch Zufall erfährt er vom möglichen Weltuntergang und versucht mit allen Mitteln seine Kinder und Exfrau zu retten. Denn irgendwo in China baut die Regierung gigantische Schiffe. Die letzte Zuflucht der Menschheit. Doch wie kommt man mal eben nach China und sichert sich einen Platz auf der Arche wenn das Ticket eine Milliarde Euro kostet? Pro Person!

Teaser:

Trailer:

Kleiner Einblick:

Roland Emmerich orientiert sich nahe an der realen Gegenwart. Ein schwarzer Präsident, eine Frau als deutsches Staatsoberhaupt und einen kalifornischen Gouverneur der aussieht wie Arnold Schwarzenegger.

Alles sauber erzählt, handwerklich perfekt und durch die Bank solide schauspielerische Leistungen. Auch wenn der eigentliche Star des Filmes die Katastrophen und Effekte sind, kann man Roland keine vernachlässigte Story nachsagen. Auf Figuren und Schicksale hat Emmerich immer großen Wert gelegt. So auch hier. Und obwohl es in „2012“ viele Charaktere und Einzelschicksale gibt wirkt keine Figur und kein Erzählstrang überflüssig. Denn alle Fäden laufen zusammen.

Szenenfotos:

Die erste dreiviertel Stunde fällt nicht mal ein Spatz vom Baum, doch dann bricht die Hölle los. Ganze Städte und Landschaften versinken im Erdboden, Erdplatten brechen und rutschen ins Meer, Berge explodieren. Übertreibungen an der Grenze zur Physik. Mehr geht nicht. Emmerich fährt in “2012″ alles auf was es an Katastrophen geben kann. Und das alles hat man auch so noch nicht gesehen. Sein Ideenreichtum sprengt alles Vorstellbare.

2,5 stunden höchste Spannung und beste Unterhaltung.

Einzig die versöhnliche „alles wird gut und so schlimm war es ja nun doch nicht“ Stimmung am Schluss muss man nicht mögen. Aber auch das typisch Emmerich.

Es gibt so viele Details zu entdecken das einmal anschauen eigentlich nicht ausreicht. Und aufgrund dessen sei dir die Blu-ray empfohlen. Du wirst es nicht bereuen.

2012 (2009)

Regie: Roland Emmerich

 

Richtig gute Filme

 

 Schluss mit Punkte zählen

Wie definiert man richtig gute Filme? Kann man mit Punkten oder Sternchen jedem Film gerecht werden? Und was ist gerecht? Eine Skala von Eins bis Fünf oder doch lieber bis Zehn? Und wenn ich halbe Punkte vergebe, erweitert sich meine Skala dann automatisch auf das Doppelte? Dann wären wir schon bei zwanzig Zählern!

Aber ist das gerecht?

Lassen sich alle guten und auch schlechten Filme dieser Welt in eine Schablone pressen?

Ich sage nein!

Denn wonach soll man bewerten? Regie, Schauspieler, Effekte, Spannung, Emotionen? Oder die Summe aus Allem?

Logik?

Dann würden viele Blockbuster durch das Raster fallen. Oder der Reihe nach? Gut nach oben, schlecht nach unten?

Was dabei heraus kommt sind die Top Zehn oder sogar Top Hundert der beliebtesten Filme auf vielen einschlägigen Blogs.

Da wird diskutiert bis der Arzt kommt. Und erzeugt bei mir nur unverständliches kopfschütteln.

Oder nach Einspielergebnis?

Nehmen wir mal Avatar. Einer der meistdiskutierten Filme der letzte Jahre. Hat er es verdient der erfolgreichste Film aller Zeiten zu sein? Ich war begeistert von Avatar. Aber der hat doch sein Geld nur durch horrende Eintrittspreise eingespielt. Inflationsbereinigt kommt doch kein Film der heutigen Zeit an die alten Schinken wie „Vom Winde verweht“ heran.

Oder Star Wars- Episode I. Mal ehrlich, hat er es verdient unter den ersten 10 zu sein? Ist es deswegen ein guter Film! Nein! Er ist langweilig und hat einen für mich merkwürdigen Erzählstil. Der schlechteste Teil der Serie.

Und trotzdem steht er in meiner Filmsammlung!

Denn ich liebe Filme! Ich mag außergewöhnliche und auch einfache, kleine Geschichten. Stille Filme, Emotionen, Popkornkino. Ich mag wenn es kracht, ich liebe gigantische Effekte. Und doch sind mir bei „Herr der Ringe“ die stillen emotionalen Momente fast lieber als der gigantischen Schauwert.

Oder der „Duft der Frauen“, stundenlang sitze ich da und beobachte einen Schüler dabei wie er einen alten, blinden Mann begleitet.

Und hat Trash nicht auch seine Berechtigung. Schlechte Filme die einfach nur Spaß machen!?

Stellenweise gucke ich Filme zum 35sten mal, nur um den einen entscheidenden Moment im Finale zu genießen. Und ist dieser Moment dann 10 Punkte wert?

Aus diesem  Grund werden hier keine Punkte oder Sterne mehr vergeben.

Ich werde Filme gucken. Gute Filme und schlechte Filme. Und ich werde darüber schreiben.

Also, lasst uns Filme gucken!

 

Weltuntergang

 

 Es ist so weit, ich bin bereit!

 

Die Lieben sind versammelt, Geschenke habe ich mir erspart, Job gekündigt, das letzte Geld verprasst, Getränke stehen kalt!

Ich bin bereit!

Der Weltuntergang kann kommen. Den Maya`s sei Dank. Es ist geschafft.

Noch Einmal „2012“ reinziehen und vergleichen. Das Wetter sieht jedenfalls schon mal gut aus. Ich freu mich!

Allen meinen Lesern und den Rest der Welt ein fröhliches Szenario!

 

Prometheus – Dunkle Zeichen

 

Von kahlköpfigen Riesen und Tentakelwesen

 

Ridley Scott! Ein Name in Stein gemeißelt. Ein Mann der dem Science Fiction Genre ein neues Gesicht gab. Alien und Blade Runner sind und bleiben Meilensteine in der Kino Geschichte. Mit Legende, Black Rain und Black Hawk Down wechselte er ins andere Fach und hinterließ seine einzigartige Handschrift.

Und den Monumental Film hat er mit Gladiator wieder zum Leben erweckt. Und sich selbst übertroffen.

Nun kehrt er nach dreißig Jahren zurück zu seinen Wurzeln. Und muss dabei gegen einen Baum gerannt sein.

Die Archäologen Elizabeth Shaw und Charlie Holloway finden im Jahre 2089 an den unterschiedlichsten Orten über den ganzen Erdball verteilt, Höhlenmalereien von immer der gleichen Sternen- Konstellation. Sie deuten das als Einladung und machen sich Jahre später mit dem Raumschiff Prometheus und einem 17 Mann starken Team auf den Weg zum Planeten LV-223.

Mit an Bord der Androide David der den Flug und den Kälteschlaf der Menschen überwacht.

Am Zielort angekommen findet die Besatzung seltsame Gebilde und Bauwerke die nur von intelligenten Wesen geschaffen sein können. In der Hoffnung eine Antwort auf die Frage des Lebens zu bekommen begeben sich das Archäologenpaar und ein Teil der Mannschaft ins Innere der Bauwerke und machen eine erschreckend feindselige Bekanntschaft. Doch einen der Feinde haben sie selber mitgebracht.

Ein Prequel zu Alien vom Altmeister persönlich. Was habe ich mich gefreut! Zurück zu den Anfängen. Keine Mehr oder Weniger bemühte Fortsetzung oder Franchise mit anderen bekannten Alien- Figuren. Schon mal ein guter Ansatz, aber dann….

Achtung! Ab jetzt folgen Spoiler!

Fangen wir mal mit der Prometheus an. Das Innenleben des Raumschiffes ist blitzblank und in der Ausstattung steril und modern. Erinnert eher an „Moon“ und Stanley Kubriks „2001“. Gut, ist ja auch um einiges jünger als die Nostromo. Trotzdem mochte ich die alte vergammelte Kulisse lieber. Einen ähnlichen Bruch gab es schon mit den neuen Star Wars Episoden. Hat mir auch nicht gefallen.

Die Bauwerke auf LV- 223 ähneln den ersten Entwürfen von H.R.Giger für „DUNE- Der Wüstenplanet“. Die dann später verworfen wurden. Hier hat man sie glaube recycelt. Und die Dinger sind so groß das du dich fragst warum die Besatzung der Nostromo die nicht gesehen hat!

Im Innern der Bauwerke sind statt der Alien- Eier schön aufgereihte Urnen zu finden aus denen komische schlangenartige Wesen schlüpfen die dann auch noch Säure spucken. Mal `ne ganz neue Idee.

Dann gibt es noch ein komisches Tentakel- Wesen das sich im menschlichen Körper einpflanzt. Auch mal ganz was Neues.

Und dieses riesige Podest wo einst der Space-Jokey mit aufgeplatzter Brust saß ist der Schlafsaal der Außerirdischen. Und überhaupt, das Geheimnis des Space-Jokey`s ist so banal und enttäuschend das der Mythos darum zerplatzt wie eine Seifenblase. Er ist nichts anderes als ein drei Meter großer Glatzkopf im Raumanzug!

Dann diese ständigen Hologramme die dir zeigen was wo geschehen ist. Hätte man das nicht anders lösen können? Zu viel Technik wenn man überlegt dass die Geschichte in Alien hunderte Jahre älter und dagegen sehr viel antiquierter ist.

Alles in Allem eine zusammen geflickte Geschichte die für ein B-Movie gut gewesen wäre. Und zu guter Letzt gibt es noch eine Zugabe. Unser allseits beliebtes Alien platzt aus dem Bauch eines Space-Jokey. Also, es soll wohl ein Alien sein. Mit ein bisschen Fantasie.

Zumindest taucht im Abspann der Name Giger auf. Was er jetzt damit zu tun hatte weiß der Geier.

Ehrlich gesagt möchte ich diesen Film vergessen. Er zerstört das Geheimnis und die Faszination die das Original von 1979 geschaffen hat. Sicher, Scott wollte eine völlig neue und eigenständige Geschichte erzählen. Das hat er auch gemacht. Aber er hat den Fans keinen Gefallen damit getan.

Für wen ist jetzt Prometheus gemacht?

Fans werden aufgrund der hohen Erwartungen enttäuscht, Neulinge wissen nichts damit anzufangen.

Und trotz Allem. Ein schlechter Film ist Prometheus nicht. Nur eben kein Meilenstein. Grandiose Optik, sich fortwährend steigernde Spannung, und die „Alien- DNA“ verbinden sich zu einem eigenständigen Werk.

Wir werden sehen was die Fortsetzungen bringen. Wenn es denn welche gibt.

 

Macht zusammen: Na, immerhin 6 maschinelle Abtreibungen. 6/10

 

Prometheus- Dunkle Zeichen (2012)

Regie: Ridley Scott

 

(Quelle: 20th Century Fox, H.R.Giger, Necronomicon)

 

 

Batman – The Dark Knight Rises

 

 Lastet ein Fluch auf Batman?

Erst wird The Dark Knight vom Tod Heath Ledger`s überschattet und jetzt tötet ein Geisteskranker, dessen Name es nicht Wert ist hier genannt zu werden, zwölf Menschen und verletzt über 50 bei einer Premiere von The Dark Knight Rises in Aurora, Colorado.

Und trotzdem, oder gerade deswegen solltest du diesen Film auf keinen Fall meiden. Du könntest es bereuen.

Entgegen der teilweise nicht überwältigenden Kritik lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und sage:

The Dark Knight Rises ist besser als sein Vorgänger! Trotz Taschenkontrolle.

[Import Anglais]Batman The Dark Knight Rises Bane Teaser Maxi Poster

Acht Jahre nachdem Batman die Schuld an Harvey Dent`s Tod auf sich genommen hat lebt Bruce Wahne zurückgezogen auf seinem wieder aufgebauten Anwesen. Er ist älter geworden. Verbittert und gebrechlich schleicht er im Bademantel durch seine Gemächer.

Er erwischt eine Bedienstete dabei wie sie seinen Tresor knackt und die Halskette seiner getöteten Mutter stiehlt. Mit Leichtigkeit kann sie entkommen. Was Bruce noch nicht weiß, er hatte es mit Catwoman zu tun und es schien ihr nicht um die Perlen zu gehen. Sie entwendete Bruce`s Fingerabdrücke.

Diese sind für den Terroristen Bane bestimmt der einen von Wayne Industries entwickelten Fusionsreaktor so manipulieren kann das er daraus eine Atombombe entwickelt. Bruce Wayne bleibt nichts anderes übrig als wieder in sein Batsuit zu steigen und sich Bane zu stellen.

Doch er ist der übermenschlichen physischen Kraft Bane`s nicht gewachsen. Zerbrochen und zerschunden in einem unterirdischen Verlies gesperrt muss Bruce mit ansehen wie sich Bane Batmans Waffentechnologie zueigen macht um Gothem City zu zerstören.

Selten war ein Film so hoffnungslos Düster und hat so aufgewühlt wie The Dark Knight Rises. Du sitzt drei Stunden im Kino und denkst nur: wie soll das noch enden?  Alles was der Superschurke Bane plant, gelingt. Batman scheint machtlos gegen diesen übermächtigen Gegner.

Wobei man sich im Nachhinein unweigerlich fragt warum Batman es so schwer hatte gegen den schlaksigen Joker!?

Es wird mit den Ängsten der Amerikaner (oder der ganzen Welt) gespielt. Gesprengte Brücken, Staubwolken, Explosionen, eingeschlossene Menschen, Geiselnahmen, Atombomben, alles dabei.

Die Geschichte auf fast drei Stunden gestreckt mit mehr oder weniger wichtigen Charakteren. Wieder dabei: Bale, Oldman, Freeman, Cane und Tom Hardy als Bane, Anne Hathaway als Catwoman, der Tumbler in mehrfacher Ausführung, der Batpod und sein neuestes Spielzeug „The Bat“, eine fliegende Kakerlake. (gibt`s auch in schwarz)

Du kriegst was geboten! Hervorzuheben ist die mal wieder sehr wohltuende 2D Technik. Auch die realitätsnahe Interpretation der Comic- Figuren gefällt mir wieder sehr gut. So hat Catwoman keine Katzenohren sonder eine ins Haar geschobene spitze Schutzbrille. Und die körperlichen gebrechen des Bruce Wayne werden mit technischen Helferlein beseitigt.

Was nicht gut ist, ist die Stimme von Bane. Es scheint als war man sich nicht einig wie man sie anlegen sollte. Ständig eine andere Stimmlage in immer wieder unterschiedlichen Lautstärken. Seine Stimme steht stellenweise einfach im Raum. Das ist absolut störend, ja, regelrecht zum Kotzen. Und nur mit den Augen und der Körpersprache schafft es Tom Hardy leider auch nicht einen Bane zu schaffen der Fasziniert und dessen Präsents Angst macht.

Hätte Nolan (oder die deutsche Synchro) das noch hingekriegt, wäre The Dark Knight Rises fast eine 10 geworden.

Und trotzdem, der Film ist der Hammer! Dark Knight war Schauspiel- Kino, Rises ist Bombast- Kino! Schwermütig, lang, dunkel und von immensem Schauwert. Wenn Komponist Hans Zimmer in die Tasten haut und der Dunkle Ritter nach zwei Stunden aufersteht, schlägt dein Herz bis zum Hals.

Ein absolut würdiger Abschluss mit einem genialen Ende, das nach einer Fortsetzung schreit.

Bitte mehr davon!

Batman und Robin sind bereit! Und ich bin es auch!

Nur leider Mr.Nolan nicht.

 

Macht zusammen: 9 wundersame Genesungen. 9/10

 

Batman – The Dark Knight Rises (2012)

Regie: Christopher Nolan

 

The Amazing Spider-Man

 

10 Jahre ist es jetzt her das Sam Raimi seinen ersten Spider- Man mit Toby Maguire auf die Kino Menschheit losgelassen hat. Es folgten zwei Überaus erfolgreiche Fortsetzungen. Ein Vierter Teil war in Planung doch die Kosten mit den bekannten Darstellern drohten zu explodieren.

Auch waren die Produktionsfirmen mit Raimi`s Vorschlag, Spider-Man gegen The Lizard antreten zu lassen, nicht zufrieden. Man verwarf das Projekt zu Gunsten eines Reebots.

Also alles noch mal auf Anfang. Mit Andrew Garfield als Spiderman und Marc Webb als Regisseur.

Spider- Man`s Gegenspieler: The Lizard! Also, doch!

The Amazing Spider-Man (3D-Version, 2 Disc) [3D Blu-ray]

Peter Parker wächst behütet bei seinem Onkel Ben und seiner Tante May in New York auf. Ihm unbekannte und geheimnisvolle Zustände veranlassten seine Eltern dazu ihn als kleinen Jungen zu verlassen. Immer auf der Suche nach seiner Vergangenheit findet er die alte Aktentasche seines Vaters und die darin enthaltenden geheimen Unterlagen seiner früheren Arbeit. Diese Dokumente führen Peter direkt zu Oskorp Industries wo er dann auch gleich von einer Spinne gebissen wird und fortan über ihre Fähigkeiten verfügt. Zurück zu Oscorp trifft er auf den einarmigen Dr. Curt Connors. Dieser arbeitet an einem Serum das im ermöglichen soll seinen rechten Arm nachwachsen zu lassen. Aber ihm fehlt immer noch die richtige Formel zum Erfolg. Doch Peters Dokumente bringen den Durchbruch. In einem Selbstversuch geschieht das Unmögliche. Dr. Conners wächst ein neuer Arm. Doch nicht nur das. Er mutiert zum Echsenmann The Lizard!

Peter Parker hat unwissendlich ein Monster geschaffen das ihm jetzt zum übermächtigen Gegner Spider-Man`s macht.

Und noch ein Trailer. Der Beste wie ich finde:

Ich denke ein vierter Spider-Man mit alter Besetzung hätte uns besser getan. Obwohl ein Reebot auch seinen Reiz hat. Ob er jetzt besser ist liegt im Auge des Betrachters. Unwillkürlich zieht man hier während des gesamten Filmes Vergleiche. Es ist eine neue Interpretation des alten Themas. Und vielleicht sogar noch näher am Comic.

Auf jeden Fall ist The Amazing Spider- Man um einiges erwachsener und düsterer. Es wird weniger rumgeheult und Spider- Man ist reaktionsschneller und stärker als noch in den Vorgängern.

Seine Spinnenfäden produzieren sich nicht mehr aus seinen Handgelenken sondern aus kleinen Apparaturen die er mit Hilfe von Oscorp Inc. entwickelt. Das ist noch eine einigermaßen plausible Erklärung. Wie aber ein 17jähriger Bengel einen High- Tech- Anzug zusammen bastelt bleibt weiterhin ein Geheimnis.

Sein Gegenspieler Lizard war in der Comic Vorlage noch eine riesige Eidechse. Hier hat man ihn aber ein entstelltes menschliches Gesicht verpasst. Das sieht irgendwie unproportional und blöde aus. Unweigerlich denkt man da an den „Abomination“ aus Der unglaubliche Hulk mit Edward Norton.

Die 3D Effekte hätte man sich ebenfalls sparen können. Diese zeigen nur ihre Wirkung wenn sich Spider-Man durch die Häuserschluchten hangelt. Auch das er bei seinem Kampf gegen The Lizard auf „menschliche Hilfe“ und auf New Yorker Kranführer angewiesen ist passt irgendwie nicht ins Bild.

Insgesamt fehlt dem Film die Tiefe und die emotionale Wucht der Vorgänger. Liegt vielleicht auch an den fehlenden eindringlichen Soundtrack eines Dani Elfman.

Im Bezug auf die ersten drei Teile fällt es schwer eine unvoreingenommene und objektive Bewertung abzugeben.

Es ist ein guter Film, das steht außer Frage. Technisch und optisch in bester Qualität. Popkornkino aus Hollywood.

Aber das sind andere auch.

 

Macht zusammen: 7,5 uneingelöste Versprechen. 7,5/10

 

The Amazing Spider-Man (2012)

Regie: Marc Webb

 

 

 

 

Batman 3- The Dark Knight Rises- Neue Trailer Deutsch

 

 Das Ende von Batman

Selten war die Geheimhaltung um einen Film so hoch. Es sickert nichts oder nur wenig durch. Jedenfalls hat Batman in Bane einen überlegenen Gegner. Und was man so liest, sieht es echt schlecht aus für unseren schwarzen Ritter.

Wird Bane ihm das Genick brechen? Und wird Batman einen Nachfolger (Robin!?) ausbilden? Ich weiß nicht ob ich das alles glauben soll!?

Aber wenn ich die Trailer so sehe, sehe ich schon mal schwarz. Hoffentlich hat Christopher Nolan nicht zu dick aufgetragen.

Ich denke wir brauchen starke Nerven.

 

 

 

Of Monsters and Men

 

 Es gibt was auf die Ohren

Ich muss an dieser Stelle mal auf die isländische Band Of Monsters and Men aufmerksam machen. Hörst du sie zum ersten Mal im Radio glaubst du ein Duett mit der Stimme unserer Eurovision Song Contest Gewinnerin Lena zu hören. Doch es handelt sich um eine Handvoll junger schöner Menschen mit markanter Stimme. Mit Trompete und Akkordeon versprühen Of Monsters and Men soviel Spielfreude wie man es selten gehört hat.

Im Radio hörst du sie rauf und runter und die Hallen sind ausverkauft.

Die Monster sind auf dem Vormarsch.

My Head Is An Animal

(Ich hoffe die GEMA oder sonst irgendwer macht mir nicht wieder einen Strich durch die Rechnung und verdirbt uns den Spaß!)

 

Of Monsters and Men, Little Talks

 

My head is an animal. Album Trailer. Mal reinhören!